11. Fouls PDF Drucken E-Mail
Wird ein Foul begangen, entscheidet der Schiedsrichter sofort auf Foul.
  1. Wenn der Striker noch keinen Stoß gemacht hat, so endet sein Spiel am Tisch sofort, und der Schiedsrichter gibt die Strafpunkte bekannt.
  2. Wenn ein Stoß gemacht wurde, so wird der Schiedsrichter warten, bis der Stoß beendet ist, und danach die Strafpunkte bekannt geben.
  3. Ein Foul, das weder vom Schiedsrichter bekannt gegeben noch vom Non-Striker reklamiert wurde, bevor der nächste Stoß gemacht wird, gilt nicht.
  4. Jede Farbe, die nicht korrekt aufgesetzt/gespottet wurde, bleibt an ihrem Platz, außer sie befindet sich irrtümlich nicht auf dem Tisch; in diesem Fall muss sie korrekt aufgesetzt/gespottet werden.
  5. Alle Punkte, die in einem Break erzielt wurden, werden dem Striker gutgeschrieben; jedoch darf er keine Punkte für die Bälle erhalten, die mit dem Stoß erzielt wurden, in dem das Foul begangen wurde.
  6. Der nächste Stoß wird entweder aus der Position, in der der Spielball zum Stillstand kommt, oder, wenn der Spielball vom Tisch ist, als Ball in Hand gespielt.
  7. Werden mehrere Fouls in einem Stoß begangen, so müssen dem Non-Striker die Strafpunkte des höchstwertigen Fouls gutgeschrieben werden.
  8. Der Striker, der ein Foul begangen hat,
    1. wird gemäß Regel 3.10. (Strafen) bestraft und
    2. muss auf Verlangen des nächsten Spielers den nächsten Stoß spielen.
  9. Wenn ein Striker, der gesnookert oder in irgendeiner Form behindert ist, ein Foul an irgendeinem Ball, einschließlich des Spielballs, bei der Stoßvorbereitung begeht, und vom Gegner aufgefordert wird, noch einmal zu spielen, hat der Gegner die Wahl, ob der Ball On der Gleiche sein soll wie vor dem Regelverstoß, und zwar:
    1. jede Rote, wenn Rot der Ball On war;
    2. die Farbe On, wenn alle Roten nicht mehr auf dem Tisch sind; oder auch
    3. eine Farbe nach Wahl des Strikers, wenn der Ball On eine Farbe war, nachdem eine Rote gepottet wurde; oder
    4. die Möglichkeit, auf die nächste Rote, oder, wenn keine Roten mehr übrig geblieben sind, auf die Gelbe zu spielen.
Jeder bewegte Ball soll vom Schiedsrichter auf die vorherige Position zurückgelegt werden, wenn dies vom Gegner gewünscht wird.
 
12. Snooker nach einem Foul PDF Drucken E-Mail

Wenn der Spielball nach einem Foul gesnookert ist, so soll der Schiedsrichter FREE BALL ansagen (siehe 2.17.).

  1. Wenn der Spieler, der nun an der Reihe ist, sich dafür entscheidet, den nächsten Stoß zu spielen,
    1. so darf er jeden beliebigen Ball als Ball On nominieren, aber ein Free Ball kann nicht der eigentliche Ball On sein.
    2. der nominierte Ball wird als der Ball On angesehen und erhält dessen Punktwert, wird allerdings, nachdem er gepottet wurde, wieder aufgesetzt/gespottet.
  2. Ein Foul wird begangen, wenn der Spielball
    1. den nominierten Ball nicht als Ersten trifft oder den nominierten Ball gleichzeitig mit dem Ball On nicht als Ersten trifft.
    2. vom nominierten Free Ball auf alle Roten oder den Ball On gesnookert ist, außer Pink und Schwarz sind die einzigen verbliebenen Objektbälle auf dem Tisch.
  3. Wird ein Free Ball gepottet, so wird er aufgesetzt/gespottet und der Punktwert des Ball On zum Punktestand addiert.
  4. Wird der Ball On gepottet, nachdem der Spielball zuerst den nominierten Ball oder zuerst den nominierten Ball und den Ball On gleichzeitig berührt hat, so wird der Punktwert des Ball On zum Punktestand addiert und bleibt vom Tisch.
  5. Wenn der nominierte Ball und der Ball On in einem Stoß gepottet werden, so zählen nur die Punkte des Ball On, und der Free Ball wird wieder aufgesetzt/gespottet. War der Ball On Rot, werden alle gepotteten Bälle gezählt.
  6. Wenn der Spieler, der das Foul begangen hat, zum Weiterspielen aufgefordert wird, so wird die Free-Ball-Entscheidung ungültig.
 
13. Weiterspielen lassen PDF Drucken E-Mail
Wenn ein Spieler den Gegner, nachdem dieser ein Foul begangen hat, zum Weiterspielen aufgefordert hat, oder er nach einem Foul and a Miss die Bälle zurücklegen lässt, so kann er diese Aufforderung nicht mehr zurücknehmen. Der zum Weiterspielen Aufgeforderte ist nun dazu berechtigt,
  1. (a) seine Entscheidung zu treffen,
    1. (i) welchen Stoß er spielen will und
    2. (ii) welchen Ball On er anspielen will;
  2. (b) Punkte für den Ball oder die Bälle, die er potten kann, zu erhalten.
 
14. Foul and a Miss PDF Drucken E-Mail
  1. Der Striker muss versuchen, den Ball On oder einen Ball, der On sein könnte, nachdem eine Rote gepottet wurde, unter dem besten Einsatz seiner Fähigkeiten zu treffen. Sieht der Schiedsrichter diese Regel als verletzt an, so muss er FOUL AND A MISS erklären, außer:
    1. irgendein Spieler benötigt vor oder nach dem ausgeführten Stoß Strafpunkte,
    2. vor oder nach dem Stoß sind die möglichen Punkte auf dem Tisch gleich hoch wie die Punktedifferenz, exklusive des Wertes der Respotted Black, und der Schiedsrichter ist davon überzeugt, dass das Miss nicht absichtlich begangen wurde.
    3. die Bälle sind in einer Situation, in der es unmöglich ist, den Ball On zu treffen.
  2. In letzterem Fall wird angenommen, dass der Striker den Ball On zu treffen versucht, wenn er, nach Meinung des Schiedsrichters, direkt oder indirekt, stark genug auf den Ball On spielt, sodass dieser, wäre er nicht von einem oder mehreren Bällen behindert, getroffen worden wäre.
  3. Nachdem ein FOUL AND A MISS erklärt hat, kann der nächste Spieler entscheiden, ob er den Spieler, der das Foul begangen hat, aus der Position, in der die Bälle zum Stillstand gekommen sind, oder aus der Ausgangsposition, mit allen zurückgelegten Bällen, weiterspielen lassen will. In diesem Fall wird der Ball On des vorhergegangenen Stoßes der Ball On des folgenden Stoßes, und zwar
    1. jede Rote, wenn Rot Ball On war;
    2. die Farbe, wenn alle Roten bereits vom Tisch sind;
    3. eine Farbe nach der Wahl des Strikers, wenn der Ball On eine Farbe war, die einer gepotteten Roten gefolgt ist.
  4. Wenn der Striker einen Ball On verfehlt und zwischen Spielball und dem nominierten oder einem möglichen Ball On eine gerade frei liegende Linie zu irgendeinem Punkt dieses Balls oder einer dieser Bälle besteht, so muss der Schiedsrichter immer FOUL AND A MISS erklären, außer in den beschriebenen Regeln 3.14(a)(i) und 3.14(a)(ii).
  5. Wenn ein Miss gemäß Regel 3.14.(c) ausgerufen wurde, d.h. zwischen Spielball und einem Ball der On war oder der hätte On sein können, eine gerade frei liegende Linie zu diesem Ball oder einem dieser Bälle bestand, sodass zentraler, voller Kontakt möglich war (im Fall von Roten gilt dies für einen vollen Durchmesser jeder Roten, die nicht durch eine Farbige behindert war), dann
    1. gilt ein weiterer Fehlversuch, einen Ball On aus der Ausgangsposition zu treffen, unabhängig vom Spielstand, als Foul and a Miss;
    2. muss der Schiedsrichter den Spieler, wenn dieser dazu aufgefordert wird, aus der Ausgangsposition weiterzuspielen, warnen, dass ihm bei einem dritten Fehlversuch das Frame aberkannt wird. und
    3. wenn der Spieler dazu aufgefordert wird, aus der anderen Position weiterzuspielen, startet die FOUL AND A MISS-Situation erneut.
  6. Nachdem der Spielball aufgrund dieser Regel zurückgelegt wurde und der Striker an irgendeinem Ball ein Foul begeht, einschließlich des Spielballs, während der Vorbereitung, um einen Stoß zu spielen, wird kein Miss erklärt, wenn ein Stoß noch nicht gespielt wurde. In diesem Fall wird die entsprechende Strafe erteilt. Der nächste Spieler kann wählen, ob er selber spielen will, oder er fordert den Spieler, der das Foul begangen hat, auf, aus der Position, in der die Bälle zum Stillstand gekommen sind, oder aus der Ausgangsposition, weiterzuspielen. Wenn zum Weiterspielen aufgefordert wird, bleibt der Ball On bleibt der Gleiche wie im Stoß zuvor, und zwar:
    1. irgendeine Rote, wenn Rot On war;
    2. die Farbe On, wenn alle Roten nicht mehr auf dem Tisch sind; oder
    3. eine Farbe nach Wahl des Strikers, wenn der Ball On eine Farbe war, nachdem eine Rote gepottet wurde; und
  7. Wenn die obige Situation in einer Folge mehrerer Miss-Entscheidungen auftritt, wie beschrieben in der Regel 3.14(d), bleibt eine Warnung betreffend Aberkennung des Frames in Kraft.
  8. Wird irgendein Ball nach einer Miss-Entscheidung in seine Ausgangsposition zurückgelegt, so werden beide, der Verursacher und der nächste Spieler, zur Position der Bälle befragt; danach trifft der Schiedsrichter seine endgültige Entscheidung.
  9. Berührt ein Spieler während dieses Vorgangs einen Ball, der im Spiel ist, so erhält er die dafür vorgesehene Strafe, so als ob er der Striker wäre, ohne Beeinflussung der Spielreihenfolge. Der betreffende Ball soll, wenn dies notwendig ist, vom Schiedsrichter nach dessen Dafürhalten in die Ausgangsposition zurückgebracht werden, auch wenn der betreffende Ball in die Hand genommen wurde, Regel 3.10(d)(iii).
 
15. Bälle, die nicht vom Striker bewegt wurden PDF Drucken E-Mail

Wird ein still stehender oder ein sich bewegender Ball von irgendetwas anderem als dem Striker bewegt, so muss er vom Schiedsrichter in die Position zurückgebracht werden, wo der Ball seiner Meinung nach war oder zur Ruhe gekommen wäre. Es gibt keine Strafpunkte.
Wird die Bewegung eines Balles von irgendetwas anderem als dem Striker verändert, so muss er vom Schiedsrichter in die Position gebracht werden, wo der Ball seiner Meinung nach zum Stillstand gekommen wäre. Es gibt keine Strafpunkte.

  1. Diese Regel schließt den Fall ein, dass irgendetwas oder eine Person, den Striker dazu bringt, einen Ball zu bewegen, aber dies gilt nicht in den Fällen, wenn sich ein Ball wegen eines Defektes in der Spielfläche bewegt, ausser in dem Fall, wenn ein auf gesetzter/gespotteter Ball sich bewegt, bevor der nächste Stoß gemacht wurde.
  2. Ein Spieler darf für eine Bewegung der Bälle durch den Schiedsrichter nicht bestraft werden.
 
16. Pattsituation PDF Drucken E-Mail
Wenn der Schiedsrichter meint, dass ein Frame sich in einer Pattsituation befindet oder auf eine solche zusteuert, so soll er den Spielern anbieten, das Frame neu zu beginnen. Ist ein Spieler damit nicht einverstanden, so soll unter der Bedingung weitergespielt werden, dass sich die Situation in einer bestimmten Zeitspanne ändern muss. Normalerweise wird diese Spanne auf drei weitere Stöße jedes Spielers bzw. jeder Mannschaft festgelegt, doch liegt es am Schiedsrichter, das zu bestimmen. Ändert sich die Situation in der festgelegten Zeitspanne nicht grundlegend, so muss der Schiedsrichter die Punktestände annullieren und das Frame neu starten. Derselbe Spieler soll wieder den Eröffnungs-Stoß unter Zugrundelegung von 3.3.(d)(iii) machen, und die Spielreihenfolge wird beibehalten.
 
17. Doppel PDF Drucken E-Mail
  1. In einem Doppel beginnen die beiden Partner abwechselnd, wenn ihrer Mannschaft der Eröffnungsstoß zukommt. Die Spielreihenfolge muss am Beginn jedes Frames festgelegt werden und darf während eines solchen nicht geändert werden.
  2. Die Spieler können die Reihenfolge am Beginn eines neuen Frames ändern.
  3. Wurde ein Foul begangen und zum Weiterspielen aufgefordert, so spielt der Spieler, der das Foul begangen hat den nächsten Stoß und die Reihenfolge bleibt unverändert. Wenn das Foul erkärt wurde für Spielen ausserhalb der Reihe, verliert der Partner des Verursachers die Aufnahme, ungeachtet dessen, dass der Verursacher gebeten wird, weiterzuspielen.
  4. Endet ein Frame mit Punktegleichstand, kommt Regel 3.4. zur Anwendung. Wird eine Respottet Black nötig, so hat die Mannschaft, die den ersten Stoß spielt, die Wahl, welcher von beiden Spielern beginnt. Die Spielreihenfolge des Frames wird beibehalten.
  5. Die Partner dürfen sich während eines Frames besprechen, außer während einer der Striker bereits am Tisch ist, so lange, bis seine Aufnahme durch einen nicht punktebringenden Stoß oder durch ein Foul beendet ist.
 
18. Die Verwendung zusätzlicher Ausrüstung PDF Drucken E-Mail
Der Striker ist für das Herbeibringen und Entfernen von zusätzlicher Ausrüstung an den Tisch verantwortlich.
  1. Der Striker ist für alle Gegenstände verantwortlich, einschließlich zum Beispiel Rests und Verlängerungen, die er an den Tisch bringt, egal, ob es seine sind oder sie von ihm ausgeliehen wurden (außer vom Schiedsrichter). Er wird für alle Fouls, die er bei deren Benutzung begeht, bestraft.
  2. Für Ausrüstungsgegenstände, die sich üblicherweise am Tisch befinden und von Dritten, inklusive des Schiedsrichters, bereitgestellt wurden, kann der Striker nicht verantwortlich gemacht werden. Sollte sich ein solcher Ausrüstungsgegenstand als fehlerhaft erweisen und der Striker dadurch einen Ball berühren, wird nicht auf Foul entschieden.
  3. Der Schiedsrichter wird, wenn das notwendig ist, den oder die betroffenen Bälle in ihre Ausgangsposition zurückbringen, wie in 3.15. festgelegt, und der Striker setzt sein Break fort, ohne dass eine Strafe verhängt wird.
 
19. Anmerkungen, Darstellungen, Auslegungen PDF Drucken E-Mail
  1. Die in diesen Regeln und Definitionen benutzten Wörter, die Personen männlichen Geschlechts bezeichnen, sind genauso auf Personen weiblichen Geschlechts anzuwenden.
  2. Bei Personen mit körperlichen Einschränkungenkönnen die Umstände Regelanpassungen erfordern. Zum Beispiel:
    1. Regel 3.10.(a)(ii) darf auf Rollstuhlfahrer nicht angewandt werden.
    2. Der Schiedsrichter soll einem Spieler, der nicht in der Lage ist, bestimmte Farben zu unterscheiden (z.B. Rot und Grün), auf dessen Anfrage die Farbe eines bestimmten Balles nennen.
  3. Gibt es in einem Spiel keinen Schiedsrichter, so muss der Gegner bzw. die gegnerische Mannschaft zur Anwendung dieser Regeln als solcher angesehen werden.
 
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