Die spannende Geschichte des Snookers

Das Spiel und seine Züge finden sich beginnend im 19. Jahrhundert, wobei sich der Ursprung aus dem Croquet Spiel entwickelte, von dem im Laufe der Zeit unterschiedliche Varianten vorhanden waren. So eben auch das Snooker Spiel. Die ersten Spielvarianten waren damals Poolbillard und English Billards.

Bei einem dieser Varianten wurde mit fünfzehn roten und schwarzen Kugeln gespielt. Das damalige Black Pool, der eigentliche Vorläufer des Snookers wurde vermutlich von dem britischen Oberleutnant Neville Francis Fitzgerald Chamberlain erfunden. Im Laufe der Zeit fügte er weitere Bälle mit unterschiedlichen Farben hinzu und begann so 1875 das heutige Snookers zu entwickeln.

Als er dann später in einem anderen Regiment diente, wurden die ersten Regeln aufgestellt. 1885 soll ein Billard Spieler aus England (vermutlich John Roberts Jr.) Bekanntschaft mit Chamberlain gemacht haben und verbreitete danach Snookers in Großbritannien.

Snookers wurde gesellschaftsfähig

Schon früh in den 1880er Jahren konnte man den modernen Snooker und ähnliche Varianten in den angesagten Clubs finden. Dabei ging es weniger um Sport, als um ein vergnügtes Beisammensein. Als Chamberlain um 1882 in Ootacamund stationiert war, soll er mit George Tindal Pretyman und Ian Hamilton dort das Spiel eingeführt haben. Dennoch sind diese Punkte bis heute nicht wirklich bewiesen und in manchen Zusammenhängen zweifelhaft.

Eine weitere Theorie besagt, dass der Brite John Dowland der Erfinder der Sportart gewesen ist. Aber auch diese Theorie hat einige zweifelhafte Punkte. Genaue Beweise dafür fehlen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass in der Royal Military Academy Woolwich das Spiel von einem Colonel erfunden wurde.

Die weitere Entwicklung

Populär wurde Snooker zwischen den 1880er – 1910er Jahren. Vor allem in England. Erst 1919 wurden die uneinheitlichen Spielregeln zu einem einheitlichen Gesamtwerk zusammengefasst und in den Billards Association and Control Council veröffentlicht.

1927 fand dann die erste Weltmeisterschaft statt. Der Gewinner war Joe Davis. Später wurde dann die Total Clearance und auch erstmals ein Maximum Break gespielt. Davis schaffte es noch bis in die späten 1940er Jahre das Spiel zu dominieren. Erst 1946 zog er sich ungeschlagen zurück. In den kommenden Jahrzehnten ließ das Interesse an dieser Sportart nach. Snooker wurde zu einer Nische.

Der neue Boom

Erst 1968 kam Bewegung in die Sportart, als ein Snooker Dachverband gegründet wurde. Endlich waren auch wieder die Weltmeisterschaften im K.-o.-System zurück. John Spencer gewann in dem Jahr das Spiel. Alex Higgins entwickelte sich in den Folgejahren zum Publikumsliebling. 1969 wurden Turniere erstmals im TV übertragen (BBC). Angekommen ist der Sport auch in den USA. Dieser Sport ist in Las Vegas zu einer neuen Attraktion geworden.

Ab den 1980er Jahren begann die Globalisierung des Snookers. In den nachfolgenden Jahrzehnten gab es viele Spieler, die es schafften, neue Rekorde aufzustellen.

Stephen Hendry mit sieben Weltmeisterschaften 1990 – 1999

Jimmy White der in sechs Endspielen stand. Heute gilt Snooker als ein Gentlemans Sport, der durch Korrektheit und Contenance geprägt ist. Das bezieht sich nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf das Verhalten der Spieler.