Unglaublich aber wahr – Schon die Ägypter spielten Billiard

Billiard ist eine sehr beliebte Sportart, doch wer sie genau erfunden hat und wo das Wort Billiard letztlich herkommt ist bis heute nicht geklärt worden. Was allerdings tatsächlich geklärt werden konnte ist die Tatsache das bereits rund 2000 Jahre vor der Zeitwende eine Beschreibung des griechischen Philosophen Anarchis überliefert das man ein Spiel spielte, das dem heutigen Billiard sehr stark ähnelte. Noch vor ihm beschrieben die alten Ägypter ein ganz ähnliches Spiel. Das Prinzip des Billiardspieles ist allerdings mit der langen Tradition verbunden Bälle mit Stöcken zu schlagen, was eher an Kinderspiele erinnert, aber aus genau solchen ist die Billiard Tradition wohl auch entstanden.

Traditionen wie das schlagen von Bällen mit Stöcken oder die Traditionen zum Tag des Bieres in Deutschland, sind mindestens genauso fragwürdig in ihrer Herkunft wie viele alte Traditionen. Doch ist es faszinierend das bereits die alten Ägypter sowohl eine Art des Bieres als auch eine Art von Billiard kannten. Damit dürfte feststehen das die alten Ägypter die ersten waren die richtig zu feiern wussten.

Das heutige Billiardspiel geht stark auf ähnliche Spiele wie Cricket oder Golf zurück. Um die Spiele auch bei schlechterem Wetter spielen zu können, oder auch in der kalten Jahreszeit, zog man sich in geschlossene Räume zurück und spielte die Spiele auf Tischen. Wo Anfangs noch Tore auf den Tischen standen kamen bald die ersten Randleisten hinzu, die das herunterfallen der Bälle verhindern sollten. Damit sind wir im Prinzip schon sehr nahe am heutigen Billiard. Diese Entwicklung jedoch geht lange nicht so weit zurück wie ins alte Ägypten.

Derzeitige Quellen berichten hauptsächlich von England, Schottland und Frankreich als Quellen für das moderne Billiardspiel, so ließ sich der französische König Ludwig XI. (1423-1483) einen Spieltisch von einem Kunstliebhaber anfertigen, aber auch am schottischen Hof, genauer gesagt bei Königin Maria Stuart (1542-1587) war das Spiel bereits bekannt. Dabei bleibt bis heute ungeklärt wie lange man das Spiel in Schottland bereits kannte. Bereits Ende des 16.Jahrhunderts exportierten die Spanier allerdings das Billiardspiel bereits in die „Neue Welt“, die USA. Von da an verbreitete sich Billiard wie ein Lauffeuer.

Es ist durchaus überraschend das Billiard heute nur in Bars, Kneipen, Clubs und bei Turnieren angefunden wird und sich das Spiel, im Vergleich zum Fußball, einer deutlich kleineren, wenn auch mindestens genauso leidenschaftlichen, Begeisterung erfreuen darf. Dabei hat Billiard an sich eine sehr beruhigende Wirkung und ermöglicht es nahezu jedem Spieler seine Fähigkeiten auszubauen. Beim Billiard ist es nicht wichtig besonders Fit zu sein, man muss auch nicht besonders groß sein, besonders schlank oder schnell, ebenfalls ist Billiard kein Glücksspiel und die Voraussetzungen sind für jeden Spieler gleich, egal ob ein Queue eingesetzt wird der mehrere Tausend Euro kostet oder ein Queue zu 20 Euro verwendet wird, beim Billiard zählt fast ausschließlich das Können der Spieler.

Bei anderen Sportarten wie zum Beispiel Badminton, Tennis, Fußball, Golf und Co. können Materialvorteile durchaus einen gravierenden Unterschied machen. Das ist wohl einer der wichtigsten Vorteile des Billiard, es macht keine Unterschiede zwischen den Spielern und Glück ist beim Billiard ein zu vernachlässigender Faktor.